
Ich habe ja vom US-Wahlkampf einiges mitbekommen

: als Mitglied im News-Verteiler von
MoveOn.org wurde ich zueletzt fast täglich aufgefordert meinen A*** in Bewegung zu setzen und Obama zu wählen. - Konnte ich als Deutscher leider nicht - ich meine, Obama wählen. Es hat auch so gereicht.
Es ist schon gewaltig,
was die Bürger in einzelnen US-Staaten auf die Beine gestellt haben, um Obama und die Demokraten zu unterstützen. So klar sind die Fronten in Deutschland leider nicht. Die SPD ist schließlich auch nicht mehr das, was sie einmal war, und hat als Möchtegern-"Volkspartei" einiges an konservativen Kräften eingebaut.
Egal, wer mit den Amis feiern will, kann sich jetzt in/an der "
Hope Wall" verewigen.

Und wer sich in Deutschland mehr oder weniger dauerhaft engagieren will, ohne sich parteipolitsch zu binden, sollte einmal bei
Campact! vorbeischauen. Keine Angst: jeder kann sich nach seinem Geschmack, also auch themenbezogen, beteiligen - d.h. je nach Gusto auch gar nicht. Themen sind: der Kampf gegen Atomkraft, Zukunft statt Kohle, Aktionen gegen Gen-Food, Regeln für Steuerflucht und Lobbyisten, usw. ... Es wurde schon einiges bewegt. Mit ihren Online-Appellen und Offline-Aktionen erreichen sie immer mehr Politiker und Leute auf der Straße. Für einen minimalen Beitrag wurde ich Fördermitglied und helfe auch sonst, wo ich kann.
Campact! ist 2004 nach dem Vorbild der US-amerikanischen Online-Plattform
MoveOn enstanden und ist im wesentlichen ein Internet-basiertes Beteiligungsforum, mit dem Protest-E-Mails oder -Anrufe nicht vereinzelt, sondern gebündelt an politische Entscheidungsträger gerichtet werden können. MoveOn ist schon seit 1998 im Geschäft und unterscheidet mittlerweile die Bereiche "political action", der Kandidaten unterstützt und bestimmte Themen im Congress voran bringt. Außerdem gib es "civic action", wo nationale Themen außerhalb des politischen Prozesses vermittelt und vorangetrieben werden.
Ob wir es in Deutschland auch einmal schaffen, dass eine Welle der politischen Begeisterung die jungen Leute erfasst, massenhaft zu freiwilligen Helfern macht und an die Wahlurnen bringt? Das würde auch uns gut tun. Wahrscheinlich bräuchte es dafür aber jemand anderes als Angela Merkel oder Frank W. Steinmeier.