Jeder weiss, dass wir nicht so weiter machen können, wie bisher,
das sagt auch der Essener Sozialpsychologe Harald Welzer. E sieht eine Reihe von Anzeichen für einen derzeit stattfindenden Epochenwandel.
"Wenn man Wert darauf legt, dass die eigenen Kinder und Enkelkinder eine Überlebenschance haben …, dann wird man davon abgehen müssen, das ganze Leben nach dem Prinzip des Wachstums zu organisieren."
Der Mensch wäre ziemlich lernfähig, was seine Gehirnleistung betrifft. Nur ist er leider begrenzt lernwillig, solange alles ja noch irgendwie ist, wie immer:
Statt der notwendigen Veränderungen aber, so der Forscher vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen weiter, klammerten sich die Menschen in Krisenzeiten an bekannte und bewährte Lebensweisen. Kaum jemand könne sich vorstellen, dass ein so erfolgreiches System wie unseres eines Tages nicht mehr existieren werde. So erklärten sich unter anderem die derzeitigen Rettungsversuche für die Autoindustrie, sagte Welzer. "Als würden wir im Jahr 2030 oder 2040 als zentralen Industriezweig in der Bundesrepublik immer noch die Automobilindustrie haben: Das ist natürlich eine vollkommen illusorische Vorstellung."
Man merkelt eben nichts, bis es zu spät ist.