Der Logos, das Prinzip der Welt,
entsteht im Streit („polemos“),
dem „Vater aller Dinge“.
nach Heraklit
Macht hat, wer die Lebenswirklichkeit eines anderen Menschen kontrollieren, das heißt nach seinen eigenen Interessen beeinflussen kann. Das habe ich mal von meinem
Prof für Moderne Management-Methoden gelernt. Sie
kann, muss aber nicht ausgeübt werden.
Eine Manipulation (der Wahrnehmungen, der Entscheidungen, der Handlungen, ...) ist Ausübung von Macht. Sie beschränkt die Autonomie eines Individuums. Mit Kant gehe ich davon aus, dass der Mensch ein Zweck an sich ist. Er darf nicht einem ihm fremden Zweck unterworfen werden darf. Genaugenommen verletzt Machtausübung, wenn ein Mensch einen anderen bloß als Mittel für seine eigenen Zwecke benutzt, regelmäßig die
Menschenwürde. Sklaverei, Unterdrückung oder Betrug sind hier nur extreme Beispiele.
Mich interessieren ganz besonders die subtilen, scheinbar gewaltfreien Methoden der Beeinflussung, die nicht so leicht zu erkennen sind und so massenhaft ihre unselige Wirkung entfalten. Darum geht es in diesem Blog: Gegen die Hoheit von Herrenreitern, gegen Deuter und Demagogen, gegen den Missbrauch der Macht. Für ein Regime der Redlichkeit.
Was aber machen die Machtlosen, denen ja offensichtlich die Macht fehlt. Dazu
ein paar Sätze von Andreu Solé:
Die Welt ist nur die Frucht der Vorstellung von der Welt. Die Theorie des Möglichen und des Unmöglichen besagt, dass der Mensch der Schöpfer seiner Welt ist, durch den Filter seiner Prägungen und der Einbildung. Unter diesem Gesichtspunkt muss die Wirklichkeit auf eine andere Art und Weise zu konzipiert werden: die persönliche und kollektive Wirklichkeit ist weniger eine Gesamtheit von Zwängen, die sich einem aufdrängen, sondern das Ergebnis von Entscheidungen zwischen dem Möglichen und dem Unmöglichen.
Werden wir frei in unseren Entscheidungen. Entscheiden wir uns für das Unmögliche.

Dafür ist es wert, zu streiten.
Redaktioneller Leitfaden
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