
Puh, geschafft.

Was das Bild für das
Projekt 52 (P52), "Meine Stadt", betrifft. Leider bin ich damit zu spät. So kommt es, wenn man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will: einen
HDR-Test und einen
P52-Projektbeitrag. Ich musste zunächst das passende Dia heraussuchen und anschliessend noch den Durchlicht-Scanner neu einrichten, den ich seit der Anschaffung meines neuen Notebooks nicht mehr in Verwendung hatte.
Die beiden Bilder zeigen das eingescannte Dia mit normaler Belichtung und ein HDR-Bild aus drei zusammengefügten Scans: dem normal belichteten einem überbelichteten und einem unterbelichteten. Ein Klick auf das bearbeitete Bild zeigt es in höherer Auflösung.
Ich muss sagen, ich bin begeistert. Mit dem
HDR-Verfahren lässt sich sich viel von dem Dynamikvorsprung, die ein Dia gegenüber einem normalen Digitalbild hat, in die digitale Bildwelt retten. Im "normalen" Scan war der Vordergrund doch ziemlich flau und dunkel und der Hintergrund (Wolken) kaum aufgelöst. Im HDR-Bild wirkt alles frischer, kontrastreicher und fast ein bisschen unwirklich. Das ist eine der Gefahren beim "Tone Mapping" im HDR-Verfahren: es entstehen Bilder die das menschliche Auge in der Natur so nie sehen könnte. Im Sonnenlicht scheint der Sandstein aber wirklich fast "rosa" und das Fachwerk rechts in "hellem gelb".
So sieht die Szene aus, wie bei direktem Sonnenlicht aufgenommen, was nicht möglich ist, weil das Kreuz an der Nordseite der Kirche hängt. An den dramatischen Wolken sieht man außerdem, das es die Sonne an dem Tag nicht leicht hatte.
Die Technik und die Verfahren:
- Paint Shop Pro X2 mit der neuen HDR-Fotozusammensetzung
- Farbsättigung angehoben
- Farbtemperatur auf "wärmer" eingestellt
- Kontrast korrigiert (angehoben)
- Mit "Hochpass-Schärfen" nachgeschärft
- stürzende Linien korrigiert (Vertikalperspektive)
- Bild beschnitten
- In 8 Bit-Farbbild umgewandelt (vorher 16 Bit)
Alles in allem ist die vorliegende Ausarbeitung aber eher ein Schnellschuss: Mit mehr Geduld und sorgfältiger Anwendung der Korrekturverfahren ließe sich noch einiges aus dem Bild herausholen. Außerdem war ich beim Scannen ziemlich schlampig: auf dem Bild sind Staub und Flusen. Die könnte man noch retuschieren oder von vorneherein vermeiden. Das Bild ist im Mittelformat aufgenommen, auf
Kodak E100VS. Gescannt wurden 2400 dpi auf einem Epson Perfection 4870 Photo.
Man sieht: auch für das konventionelle Fotografieren gibt es noch eine Nische. Aber für den Preis eines 36er Filmes plus Entwicklung gibt es heute schon eine 8 GByte-Speicherkarte für tausende 10 MBit-Fotos. Nur an die Qualität und Lichtstärke meiner Canon-Objektive kommt das aktuelle Equipment der ambitionierten Amateure nicht so schnell heran.
Zum Motiv:
Zu sehen ist der zentrale Marktplatz aus einer eher ungewohnten Perspektive: ohne die Kirche. Die übliche "Postkartenansicht" ist mir aber zu langweilig. Die Häuser im Hintergrund sind nicht ganz scharf, weil ich mit einem Normalobjektiv auf den Vordergrund fokussiert habe (bei mangelnder Schärfentiefe durch eine zu weite Blende).
Jetzt müsst ihr nur noch raten, wo das ist. Kleiner Tipp: Zu sehen sind die wichtigsten Originalschauplätze der Fernsehserie
"Mit Leib und Seele", die Ende der 1980er / Anfang er 1990er Jahre hier mit Günter Strack gedreht wurde (Ja, ich war auch Komparse) . Und im Impressum könnt ihr lesen, wo ich wohne.