Jochen Hoff hat in seinen
Gesammelten Gemeinheiten 17 Neues über die japanische Wissenschaft:
Japan werde sein Verhältnis zur IWC überdenken und "möglicherweise den Fang von Walen auf unsere Weise wieder aufnehmen", falls die Gespräche über die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs vor Ende der IWC-Tagung nächstes Jahr keine Fortschritte erzielen sollten, hieß es. Japan hatte die kommerzielle Jagd offiziell 1986 eingestellt und im Jahr darauf die sogenannte wissenschaftliche Jagd begonnen. Naturschützer kritisieren diesen Walfang seit langem und verweisen darauf, dass das Fleisch in Japan zum Verzehr verkauft wird.
Beispielsweise gibt es Wal-Burger oder Wal-Steaks an Schulkantinen
als bezuschusstes Essen.Walfangverbot könne teilweise aufgehoben werden
Dabei geht es Japan auch um den Einfluss der Meeressäuger auf die Fischbestände. Allein Zwergwale verschlängen jedes Jahr riesige Mengen Fisch. Japan argumentierte bereits früher, dass es selbst in der IWC die Ansicht gebe, das Walfangverbot könne teilweise aufgehoben werden, da einige Arten wie die Zwergwale nicht mehr bedroht seien. Im übrigen plädiert Japan dafür, dass die unterschiedlichen Kulturen und Essgewohnheiten respektiert werden sollten. So werde in Japan schon seit dem Mittelalter Wal gegessen. Allerdings trifft dies nur auf einzelne Dörfer mit Walfangtradition zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Regierung der hungernden Bevölkerung des Landes geraten, Walfleisch zu essen, um den Bedarf an Proteinen zu decken. So wurden Wale damals für das Volk zu einer wichtigen Nahrungsquelle.
"Riesige Mengen Fisch" ist natürlich zuviel. Ein hoch wissenschaftlicher und belastbarer Mengenbegriff, übrigens. Dass die Menschen, auch Japaner, jedes Jahr
riesige Mengen zuviel an tierischen Proteinen zu sich nehmen, und das gesamte Öko-System ins Ungleichgewicht bringen, stört offensichtlich niemanden. Der das beurteilen könnte, müsste schließlich in der Nahrungskette über uns stehen. Und uns, im Zweifel, für die Wissenschaft zum Abschuss freigeben. - Dazu passt übrigens die Meldung, dass
am letzten Wochenende ein Helikopter in Wales von einem UFO angegriffen wurde.
Im übrigen bin ich auch dafür, dass die unterschiedlichen Kulturen und Essgewohnheiten respektiert werden. Zum Beispiel gibt es in der Südsee ein niedliches Völkchen, das schon seit dem Mittelalter gerne Japaner verspeist. Wer wollte schon etwas einwenden, gegen einen saftigen tovunganischen "Japan Burger"? Und Japaner gibt es doch auch genug.
Schließlich ist ja alles nur im Dienst der Wissenschaft. Auch wenn
Japan sein überschüssiges Walfleisch an Hunde verfüttert .