Dienstag, 28. April 2009
Durch somlu wurde ich auf die folgende Diskussion in der CDU aufmersam: CDU will Schwule heilen. Ich könnte mir ja vorstellen, dass sie SPD-Wähler bekehren heilen will, aber Schwule??? Zumal es auch, verwegenerweise, organisierte Schwule und Lesben in der CDU gibt. Darauf muss man erst mal kommen. Und ich dachte immer, dass beim CDU-Beitritt die sexuelle Orientierung abgefragt würde. Aber, wahrscheinlich haben sich die Schwulen und Lesben auch erst nach dem Parteibeitritt angesteckt.
Die CDU hat jedenfalls schnell reagiert und den Forumsbeitrag ihres Genossen Sympathisanten Jochen Trebmann bereits nach sechs Tagen (!) gelöscht. Wer will, kann sich aber noch einen Screenshot vom Originalbeitrag anschauen. Das Web vergisst eben nichts.
Aber jetzt mal der Reihe nach: Die Homosexualität als gesamtgesellschaftliches Problem könnte bald eingedämmt werden. Ich hatte gar nicht gewusst, dass Homosexualität ein Problem ist, schon gar kein gesamtgesellschaftliches. Für Jochen Trebmann offenbar schon.
Die Veränderung von der Homosexualität zu Heterosexualität ist wohl doch möglich, ... Durch geeignete "therapeutische Ansätze" versteht sich. Darf's eine Lobotomie sein, oder reicht doch eine Gehirnwäsche.
Wie sehr seriöse wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, ist schwul sein oder lesbisch eher zu vergleichen mit einer Grippe- oder Krebserkrankung, je nach Grad der Schwere. Schwer-schwul-sein, ist dann vielleicht doch unheilbar.
daß Homosexualität nicht etwa eine gleichberechtigte sexuelle Orientierung zur Heterosexualität ist, sondern eine Desorientierung, ... Jetzt kommen wir zum Lebewesenbild dieses Herrn Trebmann (von einem Menschenbild würde ich hier nämlich nicht sprechen wollen). Habe ich doch mal gelernt, dass eine Orientierung vom Grundgesetz (GG) geschützt wird, auch wenn sie nicht gleichberechtigt sein sollte:
Artikel 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Wahrscheinlich verstößt die "Desorientierung" gegen "das Sittengesetz" von Jochen Trebmann, was auch immer das sein sollte. Wenn ich es mir recht überlege, ist das GG an dieser Stelle doch recht schwammig formuliert.
Und Artikel 3 (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Sexualität: Fehlanzeige. Das war für die Väter des Grundgesetzes halt noch "Bäh". Eine Welt ohne Homosexualität ist keine Utopie oder Vision mehr. Was manche Leute für feuchte Träume haben.
Nun kommt es darauf an, die Forschungen auf dem Gebiet voranzutreiben. Diese Forschungen müssen frei sein von Ideologie, insbesondere von solcher Ideologie, wie sie von den Schwulen- und Lesbenverbänden betrieben werden. Allein die Forschung "auf diesem Gebiet" ist doch schon Ideologie, oder? - Sehr schöne Argumentation.
Parlamentarisch bricht die CSU auch eine Lanze für die Heilbarkeit von Homosexualität. Mit ganz schwerem Gerät: Norbert Geis, das Sturmgeschütz des wahren Christentums, und "mein" Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Aschaffenburg, schwingt nämlich die "Antisemitismus-Keule". Das tut man doch nur, wenn einem sonst gar nichts mehr einfällt.
Was wäre eigentlich, wenn ich jetzt einfach mit einem Mann zusammen sein wollte, ohne schwul zu sein. Wie wollte man mich dann "heilen"? Oder, wäre das am Ende OK?
Sonntag, 8. März 2009
Wer gehörte nicht gern zu den Schlausten:
Man könnte es aber auch so sehen: Die hohe Abwanderung aus einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit bedingt ein niedriges Niveau regionaler Intelligenzleistung, weil vorwiegend besser gebildete, für die intellektuelle Förderung ihrer Kinder aufgeschlossene Familien wegziehen. In der Sprache der Studie heißt dies, dass "kognitive Fähigkeiten und sozioökonomischer Status wechselseitig voneinander abhängen". Zu deutsch: Kinder aus wohlhabenderen Gegenden erbringen weitaus bessere Leistungen. Von der Studie erfasst wurden nur Wehrpflichtige, die blöd genug waren, in der heutigen Zeit zur Bundeswehr zu gehen.  Also wurden auch keine Frauen getestet.
Unser Sonntags-Anzeigenblatt, das im Allgemeinen auf BLÖD-Zeitungsniveau berichtet, lässt durchblicken, dass am bayerischen Untermain die intelligentesten Kinder geboren würden. Ich würde es eher so sagen: wer schlau ist, verdient sein Geld in Frankfurt, denn da bekommt er mehr. Und wer noch schlauer ist, wohnt am bayerischen Untermain, weil hier das Leben billiger ist, sofern man von einem billigen Leben sprechen kann. Das hat in den letzten Jahren aber unsere Immobilienpreise in die Höhe getrieben. Ich würde mal checken, ob hohe Intelligenz mit hohen Monatsmieten korreliert. Nach dem Motto: hohe Mieten fördern die Intelligenz.
P.S. Dass einzige Positive, was ich der Studie abgewinnen kann, ist, dass wir schlauer sind, als die Oberbayern, inklusive München.
Samstag, 21. Februar 2009
Der letzte Post zeigt wohl doch zu viele Südländer. Deshalb gab's einen Denkzettel vom Amt:
Samstag, 7. Februar 2009
Monika Hohleimer Hohlmeier dürfte auch außerhalb von Bayern bestens bekannt sein, als Tochter von Franz-Josef Strauß, deren kriminelle Energie mangels Kompetenz Fortün nicht richtig politisch wirksam geworden ist, als grandios gescheiterte bayerische Kultusministerin, die das achtstufige Gymnasium (G8) mit Edmund Stoiber durchgepeitscht hat, und nicht zuletzt als ehemalige Bezirksvorsitzende der Münchner CSU, die in der " Wahlfälscher-Affäre" ihren innerparteilichen Gegnern damit gedroht [habe] , Dossiers über sie zu verwenden." u.v.m. Die gesammelten Untaten der Monika H. kann man auch bei Wikipedia nachlesen.
Zuletzt macht sie wieder auf sich aufmerksam, als oberfränkische Kandidatin für das EU-Parlament, die von Horst Seehofer durchgedrückt wurde. Man beachte: Monika H. soll als Alt-Bayerin für die CSU in Franken kandidieren, wo die Franken den Bayern noch Gram sind, ob der Entmachtung "ihres" Ministerpräsidenten Günther Beckstein. Die fränkische Seele ist seither eine glodernde Lut.
Wenn einer unangenehme Wahrheiten bei äußerster Hinterfotzigkeit noch charmant an den Mann, oder die Frau bringt, ist das unser Erwin Pelzig. Ich könnte mir kaum einen besseren Botschafter für das "Unterfränkische Wesen" in der Welt vorstellen, außer vielleicht Urban Priol. Gestern hatte Erwin Pelzig die Monika H. in der Mangel seiner Talk-Show " Pelzig unterhält sich". Dass er sich - und uns - dabei glänzend unterhält, ist deutlich zu sehen.
Das Video ist ein Kabinettstück deutscher Fernsehunterhaltung. Unbedingt ganz anschauen.
Wenn man bedenkt, dass Erwin Pelzig nur ganz wenige und ihm sympathische Gäste ungeschoren davon kommen läßt, muss man sagen: Mut hat sie ja, die Monika H., oder ist das etwa Ignoranz?
Freitag, 9. Januar 2009
 Ich fordere auch eine " Mad Bank". Ach so, die ist ja mittlerweile schon Normalitätä.
Und wieso will man "faule" Wertpapiere kaufen? Arbeitet denn mein Geld nicht so, wie es soll? Den Faulen muss man eben nur auf die Sprünge helfen. Mit Hartz IV-Empfängern macht man es ja genauso.
Foto: pixelio
Samstag, 6. Dezember 2008
Quellen: Karton by pixelio, Cartoon by tomicek
Dienstag, 25. November 2008
Richtig, das ist doch der Börsenexperte vom ZDF.
In seinem offenen Brief an den Deutsche Bank-Chef " Danke, Herr Ackermann" entlarvt er den Zynismus und die Überheblichkeit eines "großen" Banksters (Vorsicht: BLÖD!). Das hätte ich denen vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen gar nicht zugetraut. Weiter so. Ja, verstehe, das ist das Problem mit Ihrem Verzicht. Ihre Boni hängen ja hauptsächlich vom Kurs und vom Gewinn ab. Beide im Keller, Boni im Keller. Das heißt doch, Sie und Ihre Kollegen verzichten auf etwas, das Sie sowieso nicht bekommen. Und das verteilen Sie an die Mitarbeiter. Klasse Idee! Ihre PR-Leute sind wirklich Ihr Geld wert und steuerlich absetzbar.
Sie wollen trotzdem was Gutes tun? Sehr gut, wirklich sehr gut. Mein Vorschlag: Nehmen Sie doch einfach die Gehälter und Boni aus den fetten Jahren der Deutschen Bank. Sollen dreistellige Millionen-Beträge sein, davon die Hälfte. Das wäre gut, grad für die Mitarbeiter. Denn von denen könnte es einigen demnächst wirklich dreckig gehen, weil sie ihren Job verlieren. Investment-Banker, habe ich gelesen, werden heutzutage nicht mehr gebraucht.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Franz Zink
Samstag, 22. November 2008
Eine Mehrheit der Briten betrachtet Kinder und Jugendliche als potentielle Kriminelle. Eine im Auftrag der Kinderschutzorganisation Barnardo's durchgeführte Umfrage brachte zutage, dass Erwachsene im Vereinigten Königreich Jugendliche für die Hälfte aller begangenen Straftaten verantwortlich machen. Tatsächlich werden nur zwölf Prozent aller Vergehen von Minderjährigen verübt. Fast jeder zweite Erwachsene hält Kinder für eine Gefahr; 43 Prozent befanden, dass "etwas geschehen" müsse, um die Gesellschaft vor Kindern zu schützen. So eine Einstellung macht ratlos.
Mir fällt da folgendes ein: Jede Gesellschaft hat die Kinder, die sie verdient.
Entweder das liegt an "schlechten Genen", oder eventuellen Mutationen. Das wird dann sicher von der Evolution durch Aussterben geregelt.
Oder aber, die Engländer geben es durch Überlieferung selbst in die nächste De-Generation weiter. Dann sollten sie sich mal überlegen, wie sie mit ihren Kindern umgehen.
Übrigens, wenn die Engländer meinen, sie bräuchten keine Kinder mehr, erledigt sich das eh bald von alleine. Nicht die schlechteste Lösung. Dann wäre ja eine Insel frei, für die Malediverer, zum besiedeln. Und das Essen dort würde dann wahrscheinlich auch besser.
Montag, 17. November 2008
Mittwoch, 5. November 2008
Quellen: Karton by pixelio, Cartoon by tomicek
Donnerstag, 30. Oktober 2008
In eigener Sache kann niemand Richter sein.
- alter Rechtsspruch -
Das gilt auch, wenn die "Sache" in der Zukunft liegt.
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Quellen: Karton by pixelio, Cartoon via woschod.de
Gestern war mein Lachabend.  Eigentlich wollte ich mir nur durch Zappen die Zeit bis zu " Neues aus der Anstalt (Video-Stream)" vertreiben, als ich plötzlich auf eine französiche Filmsatire über den amtierenden amerikanischen Präsidenten stieß: George Walker Bush in „Being W.“ Der Film ist deutsch untertitelt und gibt im wesentlichen Originalmaterial aus dem Leben von Dabbeljuh wieder: Acht Jahre lang hat der scheidende Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush die Medien beherrscht – mit teilweise haarsträubenden Bonmots, peinlichen Pannen. Ein gefundenes Fressen für Starkomiker Karl Zéro und Filmemacher Michel Royer: In ihrer nicht autorisierten "Biographie" stellt ein Bush-Double die Highlights seiner Regierungszeit vor und erklärt die Motive seines Machtstrebens. Die Sendung wird am 04.11.2008 um 09:55 Uhr auf ARTE wiederholt (geht bis 11:40 Uhr). Unbedingt aufzeichnen oder ansehen.
" Neues aus der Anstalt " war, wie üblich, sehr sehenswert, mit den Gastgebern Urban Priol und Georg Schramm und den Gästen Helge Schneider, Florian Schroeder und Wilfried Schmickler. Die Finanzmarktkrise ist aber auch eine wunderschöne, satitirische Steilvorlage.
Freitag, 17. Oktober 2008
"Blasen" unter Bill Clinton hatte wenigstens nicht das Potenz-ial, die Weltwirtschaft in die Tiefe zu reißen.
Damit es mit der amerikanischen Wirtschaft nicht gar so tief bergab geht, wird nach der Hypotheken-Blase schon vereinzelt eine neue Blase gefordert: "Perhaps the new bubble could have something to do with watching movies on cell phones," said investment banker Greg Carlisle of the New York firm Carlisle, Shaloe & Graves. "Or, say, medicine, or shipping. Or clouds. The manner of bubble isn't important—just as long as it creates a hugely overvalued market based on nothing more than whimsical fantasy and saddled with the potential for a long-term accrual of debts that will never be paid back, thereby unleashing a ripple effect that will take nearly a decade to correct." Der Gesetzgeber soll mit weiter gehenden Regulierungen für ein anhaltendes, virtuelles aufgeblasenes Wachstum sorgen: "The U.S. economy cannot survive on sound investments alone," Carlisle added.
Congress is currently considering an emergency economic-stimulus measure, tentatively called the Bubble Act, which would order the Federal Reserve to† begin encouraging massive private investment in some fantastical financial scheme in order to get the nation's false economy back on track. Eine neue Chance gibt es aber schon: "Little pieces of paper are the next big thing," speculator Joanna Nadir, of Falls Church, VA said. "Just keep telling yourself that. If enough people can be talked into thinking it's legitimate, it will become temporarily true." Die kleinen Papierzettel waren eigentlich noch nie "out" - solange jeder daran glaubt.
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